Steht ihr noch ganz am Anfang mit eurem Projekt und nun gehts darum, eine Website zu erstellen, Förderungen zu beantragen oder ihr wollt euch Ziele für die Zukunft stecken? Ihr fragt euch: „Was macht uns aus, wo wollen wir hin und wie können wir das erreichen?“ Ihr wollt ein klares Vision-Statement entwickeln, das euch auf einen Blick immer wieder an eure Ziele erinnert oder eure Team-Entwicklung für die Zukunft planen?

Diese Visionsreise soll euch dabei helfen, eine Vision zu formulieren, die euch wirklich weiterbringt. Also: Lasst euren Gedanken freien Lauf, „Think big!“ und bringt euer Projekt so nach vorne! :)

Auf Visionsreise zum Vision-Statement

Diese Visionsreise soll euch als Anleitung dienen, im Team einer gemeinsamen Vision näher zu kommen und daraus konkrete Ziele für die Zukunft zu fassen. Wenn ihr ein Vision-Statement entwickeln wollt, seid ihr hier genau richtig.

Folgt dieser Anleitung oder pickt euch das raus, was für euch interessant ist und macht damit den ersten Schritt hin zur klaren Vision – und seid gespannt, was dabei herauskommt. :)

Definition: Vision-Statement

Kurz: Das Vision-Statement gibt Antwort auf die Frage: „Wo wollen wir hin?“ 

Das Vision-Statement ist euer Weg zur klaren Formulierung von dem, was ihr werden wollt – sei es als NGO, Unternehmen oder Projekt. Es skizziert in einem oder zwei Sätzen, wo ihr in x Jahren sein wollt, was der Sinn eures Projekts ist und kann euch immer wieder vor Augen führen, was eure langfristigen Ziele sind. 

Was ihr mit der Visionsreise als Methode erreicht:

Die Teilnehmer:innen werden sich spielerisch über Wünsche und Ziele im Bezug auf ein Projekt oder Team klar. Visionen werden entwickelt, miteinander abgeglichen und zusammengeführt. Diese Effekte könnt ihr erwarten:

  • Förderung von visionärem Denken
  • Entwicklung von neuen Ideen und Lösungsansätzen sowie einer (gemeinsamen) Vision
  • Gute Basis für ein gemeinsam erarbeitetes Vision-Statement

Anleitung zur Visionsreise 

Setting

Damit große Ideen entstehen können, braucht es ein gutes Setting: 

  • Gruppengröße: 3 bis 10 Personen
  • Dauer: je nach Gruppengröße, mindestens 30 Minuten
  • Material: Stift & Papier für jede:n Teilnehmer:in, Timer
  • Vor Ort: Falls es das Wetter und der Ort erlaubt, trefft euch draußen in der Sonne oder wechselt zumindest vom Arbeitsraum in einen anderen Raum. 
  • … oder online: Trefft euch beispielsweise im Zoom-Raum, jede:r macht es sich auch online bequem – unsere Vision-Methode funktioniert nämlich auch gut online! 
  • Alle Materialien liegen bereit und ihr habt genügend Zeit eingeräumt.
  • Am Anfang erwähnen: Alles, was bei der Reise erlebt wird, bleibt vertraulich. Man kann am Ende teilen, muss aber nicht. So nimmt man eher introvertierten Menschen den Druck – lest mehr dazu in unseren 54 introvert-friendly Workshop-Methoden!

Der Einstieg: SINNE

(Dauer: 2 min)
Kurz dehnen oder schütteln. Danach setzen oder legen sich alle entspannt auf den Boden. Nun wird eine kurze Achtsamkeitsübung angeleitet, alle Teilnehmenden hören zu und machen jede:r für sich mit:

  • „Betrachte deine Umgebung. Zähle für dich fünf Dinge auf, die du sehen kannst.“
  • „Achte auf die Geräusche in deiner Umgebung. Zähle vier Dinge auf, die du hörst.“ (ab jetzt können die Augen geschlossen werden)
  • „Nun achte darauf, was du spüren und tasten kannst. Zähle drei Dinge auf, die du spüren kannst.“ 
  • „Nun atme tief ein und schärfe deinen Geruchssinn. Zähle zwei Dinge auf, die du riechen kannst.“
  • „Als Letztes zähle nun etwas auf, das du schmecken kannst.“

Diese Einstiegsübung ist optional, aber stark zu empfehlen, wenn das Team dafür offen ist. Denn durch sie schafft ihr es, alle in die richtige Stimmung zu versetzen. So kommt ihr ins richtige Mindset, um kreativ die Unternehmensvision zu formulieren oder die passende Vision für eure NGO zu entwickeln. 

Ein Blick in die Zukunft: ZEITREISE

(Dauer: 10–16 min) 

Die Teilnehmenden sollen nach unserer Vision-Methode eingeladen werden, die Visionsreise mit geschlossenen Augen zu machen. Der oder die Facilitator erinnert die Teilnehmer:innen immer wieder daran, mit allen Sinnen dabei zu bleiben. 

Die Szenarien der Zeitreise sind je nach Kontext und Projekt anpassbar – pickt euch gern ein paar Szenen raus, es müssen nicht alle durchgespielt werden, um den Weg zum klaren Vision-Statement zu ebnen:

Start in eure Visionsreise: 

  • „Wir beginnen die Visionsreise und springen ein paar Jahre in die Zukunft: Unser Projekt hat sich besser entwickelt, als du es dir je erträumt hättest. Was ist genau passiert, dass das Projekt sich so toll entwickelt hat? Lass deiner Fantasie dabei freien Lauf, du bist nicht an Wahrscheinlichkeiten gebunden.“ 

… dann kann es weitergehen mit: 

  • „Du arbeitest an dem Projekt: Was machst du? Wo bist du? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Was siehst du, was hörst du, was fühlst du?“
  • „Jetzt hast du eine Teambesprechung: Wie sieht diese aus und welche Rolle hast du im besten Team aller Zeiten?“
  • „Dein Alltag: Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus? Wir verbringst du deine Pausen? Wie lange arbeitest du und in welchem Zyklus?“
  • „Nun geht dein Arbeitstag zu Ende. Du gehst raus und triffst eine befreundete Person, die du schon länger nicht mehr gesehen hast. Sie fragt dich über deine Arbeit aus und du berichtest davon, dass sich alles richtig gut entwickelt hat – was genau erzählst du? Was ist dir besonders wichtig?“
  • „Wieder zuhause bekommst du die Info, dass ein großes Magazin über das Projekt und deine Arbeit berichtet hat. Voller Vorfreude klickst du auf den Link – was steht im Artikel drin?“
  • „Welches Grundgefühl hat sich bei dir eingestellt? Höre in dich hinein und versuche, einige Begriffe zu finden, die deine Gefühle gut beschreiben.“

Zurück in die Gegenwart: FESTHALTEN

(Dauer: 6 min)

Die oder der Facilitator bittet alle, ganz sanft die Augen wieder zu öffnen und sich kurz zu strecken. Die Teilnehmer:innen sollen noch nicht wieder sprechen, sondern nun Notizen machen, was sie erlebt haben:

  • Was ist besonders im Gedächtnis geblieben? 
  • Gibt es Begriffe, die das Erlebte gut beschreiben? 
  • Was war wichtig in Bezug auf die eigene Rolle und das Projekt allgemein? 
  • Gibt es bereits konkrete Ideen und Learnings aus dem Erlebten?

Gemeinsame Diskussion: SHARE

(Dauer: jede:r 2–4 min)

Jetzt darf jede:r erzählen, was während der Visionsreise aufgetaucht und hängen geblieben ist. Teilt eure Eindrücke mit den anderen in der Gruppe – natürlich nur, wer will. Achtet immer darauf, eure Methoden introvert-friendly zu gestalten und so diese Visionsreise für alle Teilnehmer:innen im Team angenehm zu gestalten. 

Eine Person schreibt mit.

Unser Tipp für die visuelle Team-Vision

Lasst alle Teilnehmenden im Anschluss an die Visionsreise ihre Vision mithilfe von Bildern visualisieren. Jede:r sucht beispielsweise über Pexels oder diversity-friendly Fotoplattformen 4–8 Bilder passend zur Vision.

So zeigt sich visuell schnell, wo es Überschneidungen in der Team-Vision gibt. Die Bilder kann man anschließend im Büro aufhängen oder online auf dem gemeinsamen Trello-Board speichern, wenn damit alle einverstanden sind. 

Das Ergebnis unserer eigenen Visionsreise – in Bildern

Um euch mal ein konkretes Beispiel zu geben, wie so ein Ergebnis einer Visionsreise überhaupt aussehen kann: Wir haben Anfang des Jahres – wie jedes Jahr – eine Visionsreise gemacht, um unsere Ziele für 2021 zu definieren und einen gemeinsamen Blick in die Team-Vision der nächsten Jahre zu werfen. Nach unserer Online-Visionsreise hat anschließend jede:r von uns passende Bilder für ihre oder seine Vision gefunden. 

Ein Bild-Moasik unserer Visionsreise ist hier zu sehen. Ihr seht abstrakte Kunstwerke, Arbeit am Laptop im Grünen, Menschen, die zusammenhalten, Teamwork am Schreibtisch und ein Bild mit der Aufschrift "Do good!". Enjoy! ;)
Fotos u.a. von pexels, rawpixel und privat

Wie ihr auf unserem schönen Mosaik-Bild oben sehen könnt, liegt unsere Überschneidung eindeutig dabei: mehr Freizeit haben und viel in der Natur sein und arbeiten – trotz, oder vielleicht gerade weil wir soviel im Web unterwegs sind. Uns allen im ACB-Netzwerk liegt die Umwelt sehr am Herzen. Das bauen wir sogar in unsere Arbeit als Webagentur in Berlin aktiv mit ein: „Nachhaltiges Webdesign – mit Websites die Welt ein Stückchen besser machen

Uns allen im ACB-Netzwerk liegt die Umwelt sehr am Herzen. Das bauen wir sogar in unsere Arbeit als Webagentur in Berlin aktiv mit ein. Wir sind davon überzeugt, dass Webdesign der Welt auch Gutes tun kann: Beispielsweise legen wir Wert auf nachhaltiges Webdesign und für erreichte Deadlines unserer Kund:innen – oder Milestones, wie wir sie lieber nennen – pflanzen wir einen Baum.

Ihr sucht nach erfahrenen Facilitator, um online zu eurem Vision-Statement zu finden?

Wir arbeiten schon seit fast zehn Jahren 100% im Remote-Büro und begleiten euch gerne auf eurer Online-Visionsreise! Mit unseren agilen Tools und erprobten Methoden unterstützen wir euch auf dem Weg zum klaren Vision-Statement – egal, ob online oder offline.

Nächster Halt: Inspirierendes Vision-Statement

Mit den Ergebnissen aus eurer Visionsreise wird nun weitergearbeitet. Je nachdem, was ihr euch zum Ziel gesetzt habt für diese Visionsreise, könnt ihr nun beispielsweise zum Brainstormen für euer Vision-Statement übergehen. 

Unsere Methode zum Finden eurer Team-Vision oder Unternehmens-Vision hilft euch aber nicht nur bei der Erstellung eines Vision-Statements, sondern kann auch gut als Vorbereitung für einen Elevator Pitch oder generell als Teambuilding-Maßnahme dienen. Diese Visionsreise ist ganz das, was ihr daraus macht… 

Mit Vision-Statement zum starken Unternehmensleitbild

Zum Unternehmensleitbild gehören Mission und Vision-Statement, um langfristig Orientierung und Struktur geben zu können. Aus der Vision leitet man Ziele – also die Mission – ab, und gleicht konkrete nächste Schritte immer wieder damit ab. 

Falls ihr nun hoch motiviert seid und am Formulieren eurer Vision weiterarbeiten wollt; hier sind einige konkrete Fragestellungen, die euch in der Weiterarbeit mit euren Visionen weiterbringen könnten: 

  • Welche Gemeinsamkeiten bei den Visionen gibt es? 
  • Welche Unterschiede gibt es? 
  • Auf welche gemeinsame Vision können wir uns einigen? 
  • Was sind konkrete nächste Schritte für das Erreichen der Team-Vision? 

Wenn ihr euch über die zentralen Gemeinsamkeiten eurer Vision klar geworden seid, geht es ans Formulieren. Hier eignet sich zum Beispiel Einzelarbeit: Alle feilen jede:r für sich an passenden Slogans, anschließend wird freiwillig geteilt und die Vision-Statements priorisiert. Die beliebtesten Statements werden dann in einen Satz oder mehrere kurze und möglichst griffige Sätze zusammengeführt – und voilá, fertig ist euer klares Vision-Statement.

Fazit: Die Zukunft mit Methode bauen

Wir sind Fans davon, unsere Zukunft aktiv zu gestalten. Wir glauben, dass es Teams motiviert, klare Ziele zu setzen und diese gemeinsam zu bestimmen. Denn nur, wenn wir uns unserer Visionen und Ziele bewusst sind, können wir sie auch erreichen. 

Wenn man das Ziel klar vor Augen hat, weiß man, in welche Richtung man gehen muss.

Unserer Erfahrung nach ist die oben beschriebene Methode zum klaren Vision-Statement sehr motivierend und kann viele gute Ideen und Prozesse anstoßen. Man steckt mit allen Sinnen schon in der Zukunft und kann anschließend sehr fokussiert auf das Erarbeitete und bereits gefühlte Ziel hin steuern – zusammen als Team oder Gruppe macht das auch einfach super viel Spaß!

PS. Unsere Vision-Methode hinter dieser Visionsreise wurde sogar veröffentlicht. Ihr könnt sie im e-Book „55 + 1 Mindful Practices“ finden und dort noch weitere spannende Methoden kennenlernen. 

Wollt ihr eure Visionsreise gemeinsam mit uns angehen?

Sehr gerne! Meldet euch bei uns – und wir konzipieren und begleiten euch auf eurer ganz individuellen Visionsreise.