SEO ist kein technisches Mysterium und wird zu Unrecht von vielen NGOs vernachlässigt. Doch nicht jedes Projekt ist geeignet. Definiert vorab realistische Ziele und wägt Aufwand und Nutzen ab, bevor ihr Ressourcen vergeudet. Eine durchdachte Strategie ist das A und O für nachhaltige Suchmaschinenoptimierung – Infos für NPOs, Stiftungen und Sozialunternehmer*innen hier im Text!

SEO – was ist das eigentlich?

SEO steht für “Search Engine Optimization” und wird auf deutsch auch Suchmaschinenoptimierung genannt. Genauer gesagt handelt es sich um die “organische” Suchmaschinenoptimierung im Gegensatz zu bezahlter Werbung auf Google & Co.

Wir sehen Google eigentlich als einen nicht unstrittigen Anbieter, aber da der Marktanteil derzeit noch so hoch ist (über 90%), wäre es nicht ratsam, sich auf andere Suchmaschine zu fokussieren. Wir nutzen aber privat lieber Ecosia ;-)

Ist SEO für NGOs, Stiftung oder Sozialunternehmen sinnvoll? Jein! 

SEO ist nicht automatisch für alle relevant, die sich mehr Sichtbarkeit im Netz wünschen.

Besonders wichtig sind diese zwei Fragee vorab:

Was wollen wir konkret erreichen? Und welche Kapazitäten stehen in unserer Organisation zur Verfügung?

Ihr solltet immer mit einem konkreten Ziel in die Optimierung gehen. Macht euch vorher immer genau Gedanken, was es euch und eurer Zielgruppe bringt!

Ziele können sein: 

  • Meinungsbildung
  • durch eigene Mission und Gemeinnützigkeit den öffentlichen Diskurs mitbestimmen
  • neue Mitglieder gewinnen 
  • Fundraising bzw. Spenden sammeln
  • Aufmerksamkeit für eine bestimmte Kampagne 
  • etc.

Wenn ihr euch bewusst seid, was das Ziel eurer Online-Marketing-Maßnahmen ist, könnt ihr entscheiden, ob SEO das geeignete Mittel für euch ist.

Folgende Voraussetzungen sollten gegeben sein: 

  • Ihr habt eine Website, die SEO-Maßnahmen zulässt (Baukasten-Systeme fallen hier u.U. raus). 
  • Euer Thema ist bereits öffentlich bekannt und wird in Suchmaschinen gesucht. 
  • Mit den von euch favorisierten Keywords gibt es eine realistische Chance zu ranken (teilweise ist die Konkurrenz einfach zu stark und man kommt als “kleine” Organisation nicht gegen eine dutzend-Kopf große SEO-Abteilung an). 
  • Ihr habt genug Kapazitäten (wieviele Stunden ihr einplanen solltet, hängt stark von euren Zielen ab).

Wenn ein oder mehrere Faktoren NICHT auf euer Projekt zutreffen, sind andere Mittel für eure Online-Marketing-Strategie unter Umständen besser geeignet!

Ihr seid eine NGO in Berlin und Online-Kommunikation ist für euch relevant? Kommt zum Stammtisch für die gute Sache!

Mehr Infos zum Stammtisch für die gute Sache.


Der “Stammtisch für die gute Sache” wurde von den beiden Agenturen für Sozialmarketing ACB und w21k gegründet, um NGOs zum Thema Online-Marketing für Non Profits zusammen zu bringen.

Keywords & Backlinks – die zwei wichtigsten Bestandteile für gutes SEO

SEO ist eine langfristig ausgelegt Strategie, um für bestimmte Suchanfragen besser zu “ranken” – also in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu stehen. 

SEO für NGOs und Stiftungen ist ein Thema, bei dem es oft Berührungsängste gibt. Doch gutes SEO kann für die Sichtbarkeit eurer Inhalte und Missionen enorm viel bedeuten und somit letztendlich den öffentlichen Diskurs zu eurem Thema mitbestimmen.

Es gibt viele große und kleine Maßnahmen, die man umsetzen kann. Zentral ist natürlich, dass die Website einwandfrei läuft – auch mobil. Abgesehen davon sind am wichtigsten jedoch die Themen Keywords und Backlinks.

1. Keywords

Das sind die Suchanfragen, die eure User ausführen sollen, um euch zu finden. Um in der Ergebnis-Liste weit oben zu stehen, muss die Suchmaschine erst einmal verstehen, dass ihr die richtige Adresse für genau diese Anfrage seid.

Deshalb müssen das Keyword und seine Synonyme sowie themenverwandte Keywords auf eurer Website oder eurem Blog oft genug vorkommen.

Wie man gute Keywords findet und wie man sie auf einer WordPress-Website unterbringt erklärt dieser ausführliche Blogbeitrag zum Thema Keywords.

2. Backlinks

Backlinks sind Links von anderen Websites, die auf eure verweisen. Sie sind deshalb so wichtig, weil sie der Suchmaschine sozusagen als Empfehlung erscheinen, dass eure Inhalte auch für andere relevant sind.

Um Backlinks zu erhalten, könnt ihr gezielt an andere NGOs, Vereine oder Stiftungen treten, die Inhalte zu ähnlichen Themen veröffentlichen. Fragt konkret an, ob ihr im Tausch für einen guten Text einen Backlink erhalten könnt.

Ihr könnt euch aber auch an hochwertige Zeitungsportale wenden, bei bekannten Blogger*innen anfragen oder Influencer*innen aufspüren, die sich für euer Thema interessieren könnten.

Ihr habt den Vorteil, dass ihr als Non-Profit Organisation oftmals nicht für diese hochwertigen Backlinks zahlen müsst, was teilweise sehr kostspielig werden kann. Auch hier gilt: Macht Vorschläge, welche Inhalte ihr für den Backlink liefern könnt.

Für Backlinks ist zu beachten

  • nur von seriösen Websites
  • themenverwandte Websites und sehr bekannte Websites sind am effektivsten
  • man kann nie genug Backlinks haben ;-)
  • immer, wenn jemand über euch berichtet, bittet darum, dass auch auf eure Website verlinkt wird! (ggf. kann man auch nachträglich noch anfragen)

Als NGO die Nase vorn: In 5 Schritten zum guten Ranking

Wie bereits erwähnt, eine sinnvolle Strategie sollte langfristig angelegt sein. Deshalb: habt einen langen Atem!

Um eine sinnvolle SEO-Strategie zu erstellen, solltet ihr ganz grob umrissen so vorgehen:

  1. Keyword-Analyse: Auf welche Suchanfragen könnt ihr eure Website sinnvoll optimieren?
  2. Keyword-Verteilung: Verteilt eure Keywords so, dass jede Unterseite auf ein individuelles Keyword rankt. Niemals sollten zwei Seiten auf dasselbe optimiert werden! 
  3. Keyword-Implementierung: Die Keywords müsst ihr auf eurer Website an den relevanten Stellen einpflegen.
  4. Backlinks: Findet themenverwandte Websites und fragt nach Backlinks. Bietet dabei an, Content für die Partnerseite zu erstellen und liefert am besten schon Ideen für diesen Content mit – z.B. Interviews, Informationen zu einem speziellen Thema etc. 
  5. von vorne :)

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Suchmaschinenoptimierung für Non-Profits – was solltet ihr beachten?

Generell gelten für NGOs die gleichen Regeln, wie für alle anderen auch.

Beachtet in eurer Organisation folgendes:

  • Stellt sicher, dass ihr mit SEO nicht wertvolle Zeit verliert. Seid ihr sicher, dass SEO das richtige für euch ist? Und wenn ja, bleibt dran! 
  • Regelmäßige Erstellung von Content: Versucht, mindestens ein- oder zweimonatlich neue Inhalte zu erstellen oder alte Inhalte zu aktualisieren. 
  • Schreibt eure Texte für Menschen und nicht nur für die Maschine – es ist für eure Kommunikationsstrategie wichtig, dass eure Inhalte bei Menschen gut ankommen, versucht also bei allen Optimierungen die Lesbarkeit und die Menschlichkeit nicht zu vergessen!
  • Vernetzt euch mit anderen Organisationen, um gemeinsam Backlinks füreinander zu generieren. 
  • Habt eine klare Aufgabenverteilung und ggf. eine Person, die alle Maßnahmen im Blick hat. 

Optional: Bezahlte Suchmaschinenwerbung (SEA) für NGOs und Stiftungen

Bezahlte Werbung auf Google erscheint immer ganz oben auf der Ergebnisseite und ist als Anzeige gekennzeichnet. Je nachdem, welches Keyword beworben wird, kann dies schnell kostspielig werden. 

Eine schöne Sache ist es deshalb, dass man bei Google gemeinnützige Organisationen potenziell Budget bekommt, um Google AdWords zu nutzen. Auch das ist eine Option, die ihr euch überlegen könnt – je nachdem, welche Kampagne oder Inhalte ihr bewerben wollt, kann das durchaus sinnvoll sein. 


Wir freuen uns immer über Anregungen oder Feedback zu unseren Artikeln. Schreibt uns, falls ihr etwas auf dem Herzen habt!

Schulung: SEO für NGOs, Non-Profit-Unternehmen, Stiftungen & Verbände

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