SEO-Tipps
Clevere Keywords für eure WordPress-Website

Der gelungenste Webauftritt bringt wenig, wenn er nicht gefunden wird. Heutzutage ist die Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) ein elementarer Bestandteil für fast jede Website. Gutes SEO mit gut platzierten Keywords bei WordPress sorgt für ein besseres Ranking bei Google und anderen Suchmaschinen. Dadurch wird eure Webpräsenz für mehr Menschen im Internet sichtbar.

Vorweg: Was ist SEO?

Um nicht den Rahmen zu sprengen, ist dies nur eine kurze Umreißung des Themas. Außerdem: Google berechnet die Position von Webseiten mit Hilfe von unzähligen Faktoren. SEO sollte dabei keine einmalige Maßnahme bleiben, sondern als fortlaufender und dynamischer Prozess verstanden werden. Um euch etwas Kontext zu geben ein kurzer Exkurs, was Suchmaschinenoptimierung überhaupt ist.

SEO: kurze Definition

Suchmaschinenoptimierung lässt sich in folgende zwei Bereiche aufgliedern:

Onpage: Bei der technischen und inhaltlichen Optimierung der Website geht es unter anderem darum, die erarbeiteten Keywords an die für Suchmaschinen relevanten Stellen zu platzieren. Zur Onpage-Optimierung gehören auch die Verbesserung der Ladezeiten, die Optimierung der Seitenstruktur und die Implementierung zielgruppenrelevanter Inhalte.

Offpage: Dies beinhaltet die Optimierung von Faktoren außerhalb der eigenen Website, um deren Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu verbessern. Dazu gehört die Entwicklung einer maßgeschneiderten Content-Strategie, um hochwertige Backlinks von anderen Websites zu erhalten. Wenn andere Websites auf eure Inhalte verlinken, interpretiert Google dies als Empfehlung, was die Relevanz eurer Website erhöht und zu einer besseren Platzierung in den Suchergebnissen führen kann.

Wir wollen uns in diesem Artikel darauf fokussieren, wie man sinnvolle Keywords findet und diese mithilfe eines Plugins in eine WordPress-Website integriert.

1. Clevere Keyword-Auswahl für eure Website

Was sind Keywords?

Keywords sind die Suchbegriffe, die eure Zielgruppe bei der Suchmaschine eingibt, um euer Produkt oder eure Dienstleistung zu finden.

Mit diesen Keywords wollt ihr im Web gefunden werden. Daher ist es wichtig, sich bei der Auswahl der Suchbegriffe in potenzielle Besucher:innen hineinzuversetzen. Welche Suchbegriffe nutzt eure Zielgruppe bei der Suche nach genau der Dienstleistung und dem Produkt, dass ihr anbietet?

Ein Keyword muss nicht unbedingt ein einzelnes Wort sein. Es kann stattdessen ebenso eine Wortkette sein, die eure Service besonders gut kommuniziert. Der Trend beim Suchverhalten von Google-Nutzer:innen entwickelt sich hin zu längerteiligen Keywords, die aus mehreren Begriffen bestehen.

Das A und O: Richtet Keywords speziell auf eure Zielgruppen aus

Je mehr ihr eure Keywords auf eine bestimmte Zielgruppe abstimmt, desto zielgerichteter werdet ihr auch gefunden. Wichtig ist dabei auch immer die Wahrscheinlichkeit für Konversion (deutsch: Umwandlung) – bedeutet, dass Besucher:innen einer Website eine gewünschte Aktion durchführen.

Sie klicken beispielsweise etwas an, registrieren sich für einen Newsletter oder kaufen ein Produkt. Dadurch werden sie also langfristig von Interessenten in Kund:innen „umgewandelt“. Eine gelungene Konversion erfolgt, wenn die Zielgruppe genau die Handlung ausführt, auf die eine bestimmte Marketing-Maßnahme ausgerichtet ist. Daher muss Konversions-Optimierung bei jedem Schritt mitgedacht werden.

Beispiel: Wenn jemand, wie wir, eine Webdesign-Agentur in Berlin betreibt, bringt ein gutes Ranking zum Suchbegriff „WordPress Tipps“ höchstwahrscheinlich keine neuen Kund:innen. Anders ist es bei der Begriffskombination „Webdesign Agentur Berlin“, denn für diese Suchanfrage bietet die Agentur eine konkrete Lösung. Dadurch können Website-Besucher:innen in Kund:innen umgewandelt werden. Wichtig ist also nicht nur, wie viele Besuchende eure Website anlockt, sondern ob deren Bedürfnisse zu eurem Angebot passen.

Behaltet eure Nische und Mitbewerber:innen im Blick

Keywords sind profitabel, wenn diese von der Zielgruppe oft gesucht werden – und das bei möglichst wenig Konkurrenz. Wenn auf den ersten Plätzen zu einem Keyword Größen wie Zalando erscheinen, denen Budgets in Millionenhöhe für SEO-Maßnahmen zur Verfügung stehen, hat man als kleines oder mittelständisches Unternehmen meist kaum Chancen, bei diesem Keyword erfolgreich zu konkurrieren.

Um einen guten Mittelweg zwischen Konkurrenz und Suchvolumen zu finden, ist es ratsam, sich zunächst genau über die eigene Nische bewusst zu werden. Macht eine Wettbewerbsanalyse. Was bietet ihr an, was euch von den Mitbewerber:innen unterscheidet? Sinnvoll ist oft auch eine lokale Eingrenzung. Welche Probleme löst ihr bei der Zielgruppe?

Tipp: Bitte beachtet, dass eure Zielgruppe wahrscheinlich keinen Fachjargon bei der Google-Suche nutzt und euer Produkt oder eure Dienstleistung anders beschreiben wird als ihr, als Expert:innen. Wenn jemand ihre Website überarbeiten lassen will, wird sie wahrscheinlich nicht nach „WordPress Theme CSS Anpassung“, sondern eher nach „Webdesigner in Berlin“ googlen.

2. Platzierung der Keywords

Vorweg gesagt: Texte sollen generell für Menschen geschrieben werden und Keyword-Stuffing (heißt: übertriebene Verwendung der Keywords) vermieden werden. Nichtsdestotrotz macht es natürlich viel Sinn, die Keywords auf eurer Website einzusetzen und sie so zu optimieren. Wie soll Google sonst erkennen, um was es bei eurem Angebot geht?

Keywords sinnvoll in den Text integrieren – die Top 8

Manche Stellen auf der Webseite sind für Keywords etwas wichtiger als andere. Wir haben sie hier mit einem Stern markiert. Schätzt aber immer selbst ein, wo Keywords speziell auf eurer Seite Sinn machen und nicht unnatürlich klingen. An den folgenden Stellen solltet ihr Keywords eintragen:

★ Überschriften

Als wichtig gilt die Hauptüberschrift, diese sollte das Keyword enthalten. Und es sollte nur eine h1 pro Seite geben. Die Überschriften zweiter Ebene (im Editor „Überschrift 2“ oder „h2“) sollte es als Strukturelement mehrmals auf jeder Seite geben, auch hier sollten Keywords platziert werden.

★ Fließtext

Innerhalb eures Artikels sollten die Keywords bestenfalls mehrmals und gut verteilt auftauchen. Es macht wenig Sinn sie nur in einem Absatz fokussiert zu verwenden.

★ Sitetitle

Auch der Sitetitle gilt als wichtiges SEO-Element. Dabei handelt es sich nicht um die Überschrift, sondern um den Text, der oben im Browser-Tab und auch bei den Suchergebnissen angezeigt wird. Dieser Text lässt sich zum Beispiel mit dem SEO-Plugin Yoast bearbeiten, mehr dazu später. Oder springt direkt zur Yoast-Anleitung.

Interne Verlinkungen zwischen den Unterseiten

Falls es auf eurer Website schon einen passenden Artikel zu dem Thema eures aktuellen Text gibt, verlinkt von ihm und zu ihm hin. Alle eure Texte sollten so mit ihren relevanten Keywords untereinander intern verlinkt werden. Dabei sollte der Fokus der Links auf den für euch wichtigen Unterseiten liegen, denn umso mehr (neben externen auch interne) Links es auf einer Unterseite gibt, umso relevanter wird diese von Google eingeschätzt.

Menüpunkte sowie Blog-Kategorien

Auch im Menü bietet es sich an mit Keywords zu arbeiten. Im besten Fall beschreiben sie ja genau, was User auf den Unterseiten erwarten können; genau wie Keywords.

Meta-Beschreibung

Die Meta-Beschreibung ist der Text, der bei den Suchergebnissen unter dem Sitetitle angezeigt wird. Für den Google-Algorithmus, der das Ranking direkt beeinflusst, ist sie erst einmal nicht relevant. Für die Suchenden aber oft der entscheidene Faktor, warum sie eines der Suchergebnisse anklicken. In der Beschreibung werden bei Google die gesuchten Keywords fett hervorgehoben. Findet der User so das gesuchte Wort, wird er mit höherer Warscheinlichkeit auch das finden, was er sucht.

Bilder

Eingebundene Bilder sollten idealerweise Keywords im Bildnamen enthalten und das auch schon beim Hochladen in die WordPress-Mediathek. Man kann ein Bild zum Beispiel mit „Webagentur-Team-Berlin.jpg“ bennenen und ihm einen passenden und beschreibenden Alt-Text wie „Team der Webagentur aus Berlin“ geben.

URL

Auch in der URL sollten die für den jeweiligen Artikel relevanten Keywords enthalten sein. Achtet darauf auch hier kein Keyword Stuffing zu betreiben und sie möglichst kurz zu halten.

Setzt diese Tipps um, wenn ihr Keywords einbindet

Optimiert unterschiedliche Seiten auf unterschiedliche Keywords

Jede einzelne Unterseite soll einen Teilaspekt der gewählten Nische aufgreifen und auf ein daraus abgeleitetes Keyword optimiert werden. Richtet also jede Unterseite bestenfalls auf nur ein Keyword aus. Im Text sollte dieses dann der Fokus sein, Variationen und Synoyme des Keywords sollten dabei auch verwendet werden.

Übernehmt die Keyword-Texteinheit auch mal 1 zu 1

Idealerweise soll man die Keywords genau so einbinden, wie der User sie bei Google eingibt. Um zum Beispiel auf den Begriff „WordPress Agentur“ zu optimieren, wäre eine suchmaschinenoptimierte Überschrift daher: „WordPress Agentur in Berlin gesucht? Bei uns sind Sie richtig!“

Platziert einzelne Begriffe möglichst nah beieinander

Oft ist es nicht machbar oder sinnvoll, das Keyword genau in der Begriffsreihenfolge zu verwenden. Das ist bei Begriffseinheiten wie beispielsweise „WordPress Keywords SEO“ sehr schwierig. Teile das Keyword in solchen Fällen auf und baue seine Teile möglichst nah beieinander in Überschriften, Sätzen und Absätzen ein. Eine Überschrift kann dann etwa so aussehen: „Keywords einbinden: 5 SEO-Tipps für eure WordPress-Website“.

Vorsicht: Trotz SEO sollen die Texte für Menschen geschrieben sein und visuell ansprechend aufbereitet werden. Denn was bringt das beste Ranking, wenn die Besuchenden die Website sofort wieder verlassen, weil die Texte kryptisch und zusammenhanglos wirken?

3. WordPress: Keyword-Optimierung mit SEO-Plugin

Da ihr euch für eine WordPress-Website entschieden habt, könnt ihr auf praktische Tools beim Durchführen der SEO-Maßnahmen zählen. Wir empfehlen das WordPress-SEO-Plugin von Yoast. Dieses bietet einen Überblick darüber, wie weit eine Unterseite bereits optimiert ist und vereinfacht die Durchführung der einzelnen SEO-Maßnahmen.

Kurzanleitung für das Plugin Yoast SEO

Geht auf die Seite, die ihr optimieren möchtet. Unterhalb des Texteditors findet ihr verschiedene Felder, die ihr ausfüllen müsst. Klickt dafür einfach in das jeweilige Feld hinein.

1. Bestimmt ein Fokus-Keyword

Das Haupt-Keyword eingeben, für dass ihr diese Seite optimieren wollt. Für jede Seite sollte dieses Keyword unterschiedlich sein. Anhand dieses Keywords führt das SEO-Plugin nun eine Analyse dieser Unterseite durch und gibt Empfehlungen zur Optimierung.

2. Optimiert euren Seitentitel

Gib als Seitentitel (auch SEO Title Tag genannt) einen kurzen, knackigen Text ein – er sollte das Fokus-Keyword enthalten und vor allem auch die User zum Klicken anregen. Dieser Titel wird sowohl in den Suchergebnissen als auch oben im Browser-Tab angezeigt.

3. Füllt die Meta-Beschreibung aus

Die Meta-Beschreibung ist für das Ranking an sich nicht relevant, für die Suchenden kann sie aber enorm wichtig sein. Sie wird als Vorschautext in den Suchergebnissen angezeigt und soll kurz zusammenfassen, was die Besucher:innen auf dieser Seite erwartet. Sie soll zum Klicken anregen und für jede Unterseite individuell formuliert sein.

4. Setzt weitere Empfehlungen um

In der Analyse des Plugins findet ihr weitere Tipps zur Optimierung.

Wordpress Yoast Plugin
So sieht die Seitenanalyse des Plugins Yoast SEO aus.

Übrigens: Wenn ihr beispielsweise in der Überschrift „Keywords für WordPress-Website“ statt der genauen Keyword-Kombination „Keywords WordPress“ verwendet, ist das trotzdem eine gute Optimierungsmaßnahme. Google versteht Synonyme und Zusammenhänge immer besser. SEO-Tools wie Yoast hinken häufig noch ein wenig hinterher – also lasst euch nicht verunsichern, wenn einige Stellen rot markiert bleiben.

Viel Spass bei der Suchmaschinenoptimierung eurer WordPress-Website!

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Team Frauenpower im Grünen

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