Eine Website zu erstellen ist ein großes und mitunter aufreibendes Unterfangen, das man vergleichen kann mit dem Bau eines Hauses.

Wie beim Hausbau ist man froh und erleichtert, wenn endlich alles so ist, wie man es haben wollte. Doch kaum hat man es sich gemütlich gemacht, fallen kleinere Arbeiten der Instandhaltung an. Der Wasserhahn tropft und so wird Wasser vergeudet, oder in einem Zimmer zieht es und die Heizkosten steigen an.

Eine Website ist – wie ein Haus – ein organisches Objekt, das durch Einfluss von Außen oder durch seine Benutzung beansprucht wird. Daher muss auch eine Website regelmäßig gewartet werden, sonst hakt es über kurz oder lang irgendwo. Und je früher man mit regelmäßigen Wartungen beginnt, desto weniger Aufwand sind sie. Das kennt man ja auch vom Wohnen: Je länger man den Hausputz aufschiebt, desto mehr Mühe bereitet er am Ende. Wir verstehen natürlich, dass er trotzdem nicht zu den Lieblingsaufgaben gehört, aber es hilft nichts.

Wir haben ein paar Tipps gesammelt, was man bei der Wartung einer WordPress-Website beachten sollte und wie der Aufwand möglichst gering gehalten werden kann. Damit deine Website dein gemütliches Zuhause bleibt!

Einleitung

oder: Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

Generell ist bei der Wartung von WordPress-Websites wichtig, dass alle „Einzelteile“ auf dem neuesten technischen Stand sind, um ungewollte Konsequenzen zu vermeiden. Um bei unserem Beispiel der Instandhaltung eines Hauses zu bleiben: fällt ein Teil aus, kann das zu Folgeschäden führen. Undichte Stellen können zu Wasserschäden führen. Daher gilt es auch bei einer Website, alle Teile in einem harmonischen Gefüge zu halten.

Konkret heißt das: Regelmäßige Backups der kompletten Website sowie Updates von Plugins und WordPress durchführen, um sich vor Datenverlust und Sicherheitsrisiken zu schützen. Dies kann man vom WordPress-Dashboard aus tun, das ist sozusagen die Schaltzentrale für die Vorgänge auf der Website. Hier können alle Änderungen und Wartungsvorgänge vorgenommen werden. Um sie zu erreichen, benötigt man Login-Daten eines Admins der Website. Dafür setzt man /wp-admin oder /wp-login hinter die URL der Startseite, also beispielsweise www.allcodesarebeautiful.com/wp-admin.

Regelmäßige Backups der WordPress-Website

oder: Wenn früher alles besser war

Ein Backup ist die Kopie des Inhalts einer Website, durch die man sich vor Datenverlust absichern kann. Falls mal etwas schief gehen sollte oder die Website im schlimmsten Fall sogar gehackt wird, lässt sich mit einem fehlerfreien und kompletten Backup der Zustand vor der Änderung unkompliziert wiederherstellen. Für das Anfertigen von Backups gibt es Plugins, also Tools speziell für WordPress, mit denen dieser Vorgang vereinfacht wird.

Was man beim Erstellen eines Backups beachten sollte

Das Plugin sollte so konfiguriert sein, dass es regelmäßig automatisch komplette Backups macht. Wir empfehlen eine wöchentliche Speicherung. Speichert die Backups nicht nur auf demselben Server, auf dem auch die Website liegt, sondern in regelmäßigen Abständen auch auf einem anderen Datenträger oder online. Bei einem Hack kann es nämlich passieren, dass der komplette Webspace betroffen ist und damit auch eure Daten beschädigt sind oder zerstört werden.

Unsere Backup-Plugin-Empfehlung   

Wir können natürlich für kein Tool garantieren, aber eine unverbindliche Empfehlungen aussprechen:

BackUpWordPress: Unser Favorit, da es ausgesprochen leicht zu bedienen ist. Sobald es installiert wurde, findet sich das Plugin auf dem Dashboard unter Tools und Backups (Deutsche Version: Werkzeuge und Backups). Hier ist der zweite Tab wichtig: Complete Weekly. Hier kann man die letzten Backups herunterladen und Einstellungen ändern.

Updates von Plugins durchführen

oder: Früher war noch nie alles besser

Plugins sind Erweiterungen zum WordPress -Systems, die über das absolut Notwendige hinaus gehen. Bei dem Beispiel mit dem Haus wären das beispielsweise der Wintergartenanbau oder die atmosphärische Beleuchtung im Wohnzimmer. Viele Plugins bieten regelmäßig Updates an, etwa zum Schließen von Sicherheitslücken, zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, Erweiterung der Optionen oder als Anpassung an neue WordPress-Versionen. Es empfiehlt sich also, die Plugins up to date zu halten.

So funktioniert das Update eines Plugins

Wenn Updates zu Plugins zur Verfügung stehen, sieht man auf dem „Dashboard“ neben dem Unterpunkt „Plugins“ in der linken Seitenleiste einen roten Punkt mit einer weißen Zahl in der Mitte. Die Zahl gibt an, wie viele Updates verfügbar sind.

WordPress Updates durchführen

oder: Ein Hoch auf die Community

WordPress ist das beliebteste Content Management Sytem (CMS) auf dem Markt. Daher werden Sicherheitslücken und Verbesserungsmöglichkeiten von der internationalen WordPress-Community schnell geschlossen und erfasst. Neue Versionen von WordPress sollten daher zeitnah übernommen werden.

So kann man Updates der WordPress Software durchführen

WordPress erkennt automatisch, ob neue Versionen verfügbar sind. Wenn man im Dashboard eingeloggt ist, befindet sich auf der Startseite einen Hinweis, falls eine neue WordPress-Version verfügbar ist. Zum Installieren einfach auf „Bitte aktualisiere jetzt“ klicken. Macht vorher immer ein Backup!

Website-Checks durchführen

oder: Sei der Hausmeister deiner WordPress-Website

Wer die Wartung seiner oder ihrer WordPress-Website selbst übernehmen möchte, sollte auch regelmäßig Website-Checks durchführen. Es sollte immer sicher gestellt werden, dass die Updates von Plugins und WordPress-Versionen auch erfolgreich verlaufen sind, genauso wie ein:e Architekt:in auch ab und an auf dem Bau vorbeischaut, um nach dem Rechten zu sehen. In Ausnahmefällen kann es nämlich passieren, dass Darstellungsfehler auftreten. Genauso wie es eben auch beim Instandhalten eines Gebäudes passieren kann, dass etwas schief geht.

Was man beim Website-Check beachten sollte

Überprüft regelmäßig und vor allem nach Updates die Startseite und wichtige Unterseiten.

Copy & Paste von Textdokumenten

oder: Wenn alles anders wird

Hat man ein wenig Zeit in seinem neuen Haus verbracht, denkt man sich früher der später, dass man vielleicht doch mal ein wenig Abwechslung haben möchte.

Genauso ist es bei der WordPress-Website. Zur Wartung gehört natürlich auch die Aktualisierung der Inhalte. Aber leider ist ein Webeditor nicht das gleiche wie ein Word-Dokument. Der Editor benutzt HTML und kann daher nicht alle Formatierungen des Word-Dokuments übertragen. Das kann sicherlich ärgerlich sein, wenn man sich viel Mühe mit dem Strukturieren eines Textes gemacht hat.

Daher ist es am Besten, mit dem Formatieren zu warten, bis der reine Text in die Website eingefügt wurde. Wenn Texte oder Bausteine über Copy & Paste eingefügt werden, dann müssen zunächst alle Formatierungen gelöscht werden, sonst kann es zu Darstellungsfehlern kommen und die Seite wird außerdem mit überflüssigem Code aufgebläht.

Wie man Text richtig in das CMS einfügt

Die Editorfunktion Als Text einfügen wählen (Ein Button mit einem „T“, ist im Editor in der unteren Bearbeitungsleiste zu finden).

Zu große Bilder

oder: Wenn die Performance nicht mehr stimmt

Beim Einsetzen von Bildern ist auch einiges für die dauerhafte Wartung zu beachten. Generell gilt: Je mehr Datenvolumen von der Website verarbeitet werden muss, desto langsamer ist sie. Damit die Website also keine Stunden zum Laden braucht, heißt es, an der Datenmenge zu sparen. Das kann man beispielsweise beim Bildmaterial. Verkleinert euer Bild also, bevor es auf der Website landet.

Tipps zum Verkleinern von Bildern

Compressor.io ist ein kostenloses Online-Tool, das die Datenmenge von Bildern um bis zu 90 % verringert, fast ohne Qualitätsverlust.

Zu kleine Bilder

oder: Von Pixeln, die an Unschärfe leiden

Für unser Haus müssen wir auf die richtige Größe achten. Die Darstellung kann auch dann unprofessionell wirken, wenn Bilder zu klein sind. Viele Plugins ziehen Bilder, die zu klein sind, auf die von der Website vorgegebene Größe, das heißt, sie wirken verzerrt, verpixelt und unscharf.

Tipps für die richtige Bildgröße

Auf die Voreinstellungen achten und im besten Fall das Bildmaterial schon vor dem Hochladen auf diese Größe zuschneiden (und das Komprimieren nicht vergessen, wie oben beschrieben).

Falsche Formate

oder: Wenn das gewisse Extra fehlt

Ein Bild kann auch dann nicht richtig oder sogar gar nicht angezeigt werden, wenn es im falschen Format hochgeladen wurde. Einige Formate sind einfach nicht webtauglich. Es ist also wichtig, Formate zu benutzen, die von dem CMS und von allen gängigen Browsern korrekt angezeigt werden können.

Bilder, mit denen man nichts falsch machen kann

Für Fotos ist JPG (JPEG) die geeignetste Variante. Mehr zu den Bildformaten kannst du im WordPress-Codex lesen.

Fazit

Wartung, Updates und Backups gehören, wie wir gesehen haben, nicht zu den spannendsten Aufgaben, aber dafür können sie mit ein bisschen Vorwissen von jede:r übernommen werden. Wer die Wartung und Pflege einer Website selbst übernimmt, kann sich als freundliche:r Hauswart:in fühlen, die immer ein Auge auf das Haus hat.

Doch noch Probleme?

Wer doch mal Probleme hat, kann sich immer an die WordPress-Community wenden. Oder an uns. Wir machen aus deiner Website ein gemütliches zu Hause:

Versprochen!