
Der Frauenzukunft e.V. unterstützt und berät Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen. Um wertvolle Informationen und Beratungsangebote online leichter zugänglich zu machen, entschied sich der Verein für einen Website-Relaunch mit besonderem Fokus auf barrierearmes Webdesign.
Ziel war es, eine moderne und nutzerfreundliche Website zu schaffen, auf der Besucher:innen schnell finden, was sie suchen – ganz unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen.

Welche Rolle die Themen Barrierefreiheit und Klimabewusstsein beim Relaunch gespielt haben, wie die Zusammenarbeit verlief und welche Erfahrungen der Frauenzukunft e. V. mit der neuen Website gemacht hat, darüber haben wir mit Barbara Mayerhofer, Leiterin des Frauenzukunft e. V., gesprochen.
Als ihr euch entschieden habt, einen Relaunch eurer Website vorzunehmen – wie seid ihr vorgegangen? Beschreibt gern ein bisschen genauer den Prozess, von der Entscheidung bis zur Agenturauswahl.
Barbara: Der Wunsch nach einer neuen Website stand schon länger im Raum, es war allerdings auch klar, dass so ein Projekt kein kleines Unterfangen ist und wir dafür Zeit und Mittel brauchen. 2026 hat gut gepasst, da wir wussten, dass im Juni eine etwas ruhigere Zeit kommt, in der wir gut starten können.
Eine Kollegin aus unserem Netzwerk hat uns dann ACB empfohlen und euer Auftritt war uns sofort sympathisch.
Wir haben nach dem Erstgespräch dann noch andere Angebote eingeholt und gemerkt, dass ACB uns als gemeinnütziges Projekt am besten versteht und vor allem auch wirklich kennenlernen will. Die Entscheidung ist uns deshalb leicht gefallen: wir wollten jemanden, der uns eine maßgeschneiderte Lösung gibt.
Was waren die zentrale Gründe für den Relaunch? Und welche Rolle hat dabei das Thema barrierearmes Webdesign gespielt?
Barbara: Ein zentraler Grund war, dass unsere Seite weder technisch noch visuell die heutigen Ansprüche erfüllen konnte. Außerdem gab es zunehmend Sicherheitsbedenken, da die Seite so alt war. Wir hatten auch den Wunsch eine Seite zu haben, die für unsere Zielgruppen und unsere Mulitplikator:innen leicht zugänglich ist und klar alle wichtigen Informationen bereitstellt.
Als feministisches und soziales Projekt ist uns ein möglichst klimafreundliches und barrierearmes Auftreten ebenso wichtig wie die Inhalte – auch das hat beim Relaunch eine Rolle gespielt.
Die neue Website ist ja inzwischen online – konnten primäre Ziele, die ihr euch gesteckt habt, erfüllt werden? Insbesondere im Hinblick auf ein barrierearmes Webdesign, eine bessere Nutzerführung und eine höhere Zugänglichkeit für unterschiedliche Zielgruppen?
Barbara: Nach über einem Monat mit der neuen Website würde ich sagen, dass wir unsere Ziele auf jeden Fall erreicht haben.
Wir bekommen positive Rückmeldungen und sehen auch eine große Nutzung des neuen Kontaktformulars – unsere Zielgruppe besucht also die Seite, informiert sich und schafft dann auch den Schritt uns zu kontaktieren.
Wie habt ihr die gemeinsamen Projektmonate erlebt? Könnt ihr den Prozess aus eurer Sicht kurz beschreiben? Welche Aspekte der Zusammenarbeit sind euch besonders im Gedächtnis geblieben – gerade auch im Hinblick auf die gemeinsame Entwicklung einer barrierearmen und nutzerfreundlichen Website?
Barbara: Die gemeinsamen Projektmonate waren intensiv, arbeitsreich und auch sehr spannend – es war immer was los und man hat direkt Ergebnisse gesehen.
Trotz Urlaubsphasen war die Zusammenarbeit sehr reibungslos. Über Trello gab es gute Übergaben und wir konnten nahtlos weitermachen. Beim Auftaktworkshop haben wir intensiv mit der Personamethode gearbeitet um sicher zu stellen, dass wir die Nutzer:innen im Blick haben und die Website optimal auf sie abgestimmt ist.
Auch Sprachbarrieren konnten wir abbauen, indem wir die Beratungsseite auch auf Englisch und Persisch übersetzt haben – das war eine super Idee von ACB.
Welche Kapazitäten waren von eurer Seite aus nötig, um den Relaunch zu stemmen?
Barbara: Meine Kollegin und ich haben uns abgewechselt in der Zuarbeit (auch auf Grund von Urlauben) und ich würde sagen, dass es pro Woche zwischen 1 und 5 Stunden waren (je nachdem ob neue Texte erstellt, Bilder gesucht oder „nur“ Abnahme war).
Das war deutlich arbeitsreicher als ich dachte aber durch die Flexibilität und Geduld des ACB Teams gut machbar.
Gibt es eine besondere Erinnerung oder ein Highlight im Zuge des Relaunchs, das ihr gern teilen möchtet?
Barbara: Als wir das erste Mockup der Seite bekommen haben, wurde zum ersten Mal klar was für ein riesen Unterschied das machen wird. Zu sehen wie viel schöner und besser das wird, hat uns richtig motiviert und begeistert.
Welche Veränderungen und Neuerungen an eurem Webauftritt findet ihr besonders erwähnenswert?
z. B. neue Funktionalitäten, bessere Nutzerführung, barrierearmes Webdesign
Barbara: Die klare Struktur, insbesondere bei unseren Angeboten – es ist jetzt viel eindeutiger was wir tun. Das barrierearme und klimafreundliche Auftreten, das ist uns wichtig und toll, dass das direkt sichtbar wird auf der Seite. Und die Funktionalitäten: das Kontaktformular, der Sprachswitcher und die übersichtlicheren News sind Neuerungen von denen wir ebenfalls sehr profitieren.
Wie kommt ihr mit der neuen Website im Alltag zurecht? Wie funktioniert die Pflege und Aktualisierung im Backend im Vergleich zu eurem alten Webauftritt?
Barbara: Das Backend ist richtig gut und übersichtlich und wenn ich doch eine Frage habe finde ich die Antwort schnell auf der Hilfeseite. Meine Kollegin, die eigentlich zuständig ist, konnte sich total gut einarbeiten und ich kann sie auch gut vertreten.
Egal ob News, neues Stellenangebot oder doch nochmal eine Änderung in einem Text – das hat alles auf Anhieb geklappt. Wir sind begeistert!
Habt ihr schon Feedback – von eurer Community und auch von außerhalb – zur neuen Website bekommen? Wenn ja, gab es dabei auch Feedback zum barrierearmen Webdesign oder der Nutzerfreundlichkeit der Website?
Barbara: Unser Vorstand, Netzwerk und auch die Teilnehmer:innen haben uns sehr positives Feedback gegeben und waren beeindruckt von der neuen Seite.
Was habt ihr im Rahmen des Relaunchs gelernt? Was würdet ihr anderen Organisationen mitgeben wollen, wenn sie ein ähnliches Vorhaben angehen? Erzählt gern ein bisschen …
Barbara: Ein wichtiges Learning war, dass ich mich besser vorbereiten hätte können.
Mir war zwar irgendwie klar, dass wir alle Texte und Bilder einmal anfassen und vermutlich auch umschreiben oder ändern müssen, aber ich hatte keine Vorstellung davon wie viel Arbeit das ist. Ich hätte auf jeden Fall schon vor dem Auftaktworkshop ein paar Texte anschauen oder neue Fotos organisieren können.
Außerdem lohnt es sich glaube ich total – wenn dafür Zeit ist – auch nochmal mit dem Team über Vision, Mission und ein Motto zu sprechen. Auch sowas kann man gut vor Projektstart machen und das erleichtert dann die Arbeit an den Webseiten.
Habt ihr noch abschließende Worte oder Gedanken, die noch nicht aufgegriffen wurden? :)
Barbara: Die Zusammenarbeit mit ACB macht Spaß und vor allem ist es toll zu sehen, dass genauso viel Begeisterung und Überzeugung dahinter steckt wie bei uns. :)
Das Interview mit Barbara wurde nach dem Website-Relauch des Frauenzukunft e. V. im September 2026 geführt.
Ein großes Danke auch von uns für die lieben Worte und die tolle Zusammenarbeit!
Ihr plant einen Website-Relaunch? Lasst uns gemeinsam loslegen!
Ob barrierearmes Webdesign, bessere Userführung oder ein moderneres Look & Feel: Über unseren Projektplaner könnt ihr uns eure Ziele, Wünsche und Rahmenbedingungen ganz unkompliziert mitteilen. So bekommen wir direkt ein gutes Bild von eurem Vorhaben und können gemeinsam die nächsten Schritte planen. :)